Briefmarken mit Themen rund um Kraftfahrzeuge

Wenn du dir einmal aufmerksam Briefmarken anschaust und sie vielleicht selber sammelst, wirst du feststellen, wie häufig sich diese mit den Themen Auto, Verkehr und Technik befassen. Hier geben wir einmal einen kleinen Einblick in die Vielfalt dieser bunten Bildchen. (Weitere Marken zum Thema sind in den anderen Webseiten zu finden.)

Ihr könntet auch einmal eure Bestände sichten und eine Ausstellung für die nächste Projektwoche gestalten!

Erfinder und Konstrukteure
In Deutschland gibt es vor allem Marken mit den Motor-Erfindern Nikolaus Otto und Rudolf Diesel:

Hier ist der erste Dieselmotor:

Das Bild links zeigt den ersten Motorwagen von Carl Benz, das rechte den von Gottlieb Daimler.

Beliebt sind in diesem Zusammenhang auch Jubiläen wie 75 bzw. 100 Jahre Autobau.

Dazu gehören auch Auto-Salons.

Klassische und schöne Autos
Was viele Autofans begeistert, findet sich auch auf Briefmarken wieder. Quer durch die Welt werden auf Marken alte Schnauferl und klassische Luxuskarossen abgebildet:



Auto- und Motorradrennen
Für viele Menschen sind vor allem die Rennen mit Kraftfahrzeugen faszinierend. Marken hierzu gibt es für Autos wie für Motorräder.

Nutzfahrzeuge
Nicht nur schöne Autos gibt es, sondern auch weniger schöne Nutzfahrzeuge.

Viele davon stehen im Dienste staatlicher Autorität. Wichtig ist die Motorisierung von Feuerwehr und Krankentransport.

Aber auch die Polizei benötigt Autos. Das sind nicht immer die schnellsten. Vor allem, wenn die Ganoven Porsche fahren...

Friedliche Gesellschaften protzen auch schon mal mit Panzerfahrzeugen...

Postfahrzeuge

Briefmarken mit Darstellungen des Transports von Postsachen geben Aufschluß über die technische Entwicklung einer Gesellschaft. Das zeigt die Reihe der Eilbotenmarken aus den USA: Da läuft zunächst ein Bote zu Fuß (1885), dann fährt er Fahrrad (1902), später Motorrad (1922) und schließlich Auto (1925).

Am schnellsten geht es per Flugzeug

oder gemächlicher mit dem Zeppelin:

Dieser Block zeigt noch einmal die Entwicklung.

Der Fortschritt wird schon in die Zukunft extrapoliert. Die amerikanische Post hat also viel vor...

Ideologie und Kraftverkehr
Bemerkenswert ist, wie sich in den Darstellungen auf den Briefmarken ideologische Unterschiede auswirken.
Für den Amerikaner bedeuten Autos schlicht Freiheit. Er fühlt sich am Steuer wie ein Cowboy und nennt das Autofahren folgerichtig "riding a car".

In Deutschland gilt dasselbe, auch wenn fast alle Deutsche meinen, dass sich individuelle Freiheit am besten in einem Verein genießen lässt.

Während im Westen immer der Individualverkehr im Mittelpunkt der Darstellungen steht, fehlt dies in der ehemaligen DDR bis 1979 gänzlich. Hier wurden bis dahin vor allem Nutzfahrzeuge oder Massenverkehrsmittel in den Mittelpunkt der Darstellungen gerückt. Dabei betraf die erste Darstellung 1962 Panzerfahrzeuge, später Wagen der Polizei und dann der Rettungsdienste sowie Autobusse und Lastwagen.

Dann betrat der Trabi die Bühne. Die gleiche Rolle wie er (Beruhigung der Massen) spielte im 3. Reich der Volkswagen - auch keine Schönheit.

Aber auch Flugzeugbildchen unterliegen der staatlichen Selbstdarstellung und sagen viel über ein Volk bzw. dessen Regierungen aus. Das reicht von Touristenbaggern bis zu martialischen Kriegsflugzeugen.

Verkehrserziehung
Offenbar sind Verkehr und Unfälle zwei Seiten einer Medaille. Deshalb befassen sich viele Marken mit Verkehrserziehung und Straßenverkehrsregeln. So erschien schon 1953 eine realistische Marke mit einem Unfallopfer.

Aber auch später (wohl immer in der Hoffnung, etwas Positives zu bewirken) wurde das Thema auf Marken beschworen. So wurden auch neue Verkehrsregeln publik gemacht.

Umwelt und Kraftfahrzeuge
Um 1970 (zum ersten europäischen Naturschutzjahr) erschienen in Deutschland die ersten Marken zum Thema. Später wurde "Naturschutz" in "Umweltschutz" umgetauft. Ausgesprochene Umweltthemen gab es aber erst ab Mitte der achtziger Jahre, als man merkte, dass auch eine scheinbar intakte Naturlandschaft primär nichts mit einer großflächig belasteten Umwelt zu tun hatte. Man erkannte, dass auch die nicht sofort erkennbaren Umweltschädigungen neue Dimensionen aufwarfen. Prävention steht deshalb im Vordergrund der Markendarstellungen.

Manchmal überschneiden sich Pro und Contra zum "Auto", wie hier eine Umweltmarke und eine Werbung für das Auto ("99 Jahre jung...")

Treibstoffchemie
Die Erdölgewinnung und -verarbeitung stehen im Mittelpunkt der Marken nicht nur von Opec-Staaten.

Kautschuk-Gewinnung
Südostasiatische Länder machen auf ihre Plantagen zur Kautschuk-Produktion aufmerksam - unerlässlich für die Produktion von Autoreiefen.


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Letzte Überarbeitung: 08. Juni 2004, Dagmar Wiechoczek