Was Scheibenwaschanlagen und Kühler gemeinsam haben
Ohne Frostschutz: Platzende Kühler und kein Durchblick
Experimente:
Versuch 190: Nachweis von Alkoholen in Frostschutzmitteln
Versuch 191: Untersuchung von Glycerin als Frostschutzmittel
Versuch 192: Sprengung einer Flasche durch Einfrieren
Wenn dein Vater morgens die Scheibenwaschanlage betätigt, riecht es im Auto nach
Alkohol wie in einer Kneipe. Das hat schon manchen Polizisten zum
Schnuppern, merkwürdigen Blicken und dem Griff nach dem Pusteröhrchen für den
Alcotest veranlaßt.
Tatsächlich: In dem Frostschutz, den du in die Scheibenwaschanlage einfüllst, sind
Alkohole als wesentliche Wirkstoffe enthalten (-> Versuch 190).
Das ist zunächst Propanol. Dazu findest du auch noch mehrwertige Alkohole wie Glykol oder
Glycerin.
Worauf beruht die frostschützende Wirkung der Alkohole?
Zur Wirkung der Scheibenenteiser lies auch hier.
Propanol übernimmt in den Scheibenwischanlagen übrigens auch die Rolle von entfettenden Reinigungssubstanzen und sorgt auch auf diese Weise für klaren Durchblick.
Frostschutzmittel packt man auch ins Kühlwasser der Motoren. Denn die sind, wenn sie einfrieren, vom Platzen bedroht. Der Kühlkreislauf ist nämlich dicht abgeschlossen. Wenn sich Wassereis bildet, nimmt das Volumen bekanntlich um etwa 10 % zu. Die Kristallbildung läuft, wenn die Temperatur es befiehlt, gnadenlos ab. Dabei kann sogar der Kühler im Motor gesprengt werden. (Mit einer Flasche kannst du das selbst zeigen (-> Versuch 192).)
Den Effekt der Gefrierpunktserniedrigung nutzt man auch aus, wenn man im Winter bei Eis und Schnee auf die Straßen Salz streut.
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