Lacke

Experimente:
Versuch 130: Untersuchung der Lösemittel in Lacken und Klebstoffen
Versuch 134: Herstellung eines lösemittelhaltigen Lacks
Versuch 135: Leinölhärtung


Definition des Begriffs Lack
Lack kommt aus dem Sanskrit und bedeutet dort Hunderttausend. Das Wort steht für die vielen Schildläuse, deren harzartiges Ausscheidungsprodukt der erste Lack war: Schellack.
Übrigens: Das Wort Kolophonium kommt vom griech. Kolophon: zuletzt. Daraus besteht die letzte Lackschicht, die (z. B. auf eine Geige) aufgetragen wird.

Heute definiert man Lacke als "flüssige oder pulverförmige Substanzen, die in dünner Schicht auf Oberflächen aufgetragen werden und die durch chemische Reaktion oder physikalische Veränderungen einen auf dem Objekt haftenden Film bilden, der dekorative oder schützende Funktionen hat" (Ullmanns Enzyklopädie).

Experimente mit Lacken
Die Vielfalt der Lacke ist so groß, dass es besser ist, erst selber einen definierten Lack herzustellen (und damit auch zu verstehen, was Lacke überhaupt sind) (-> Versuch 134). Deren Lösemittelgemische kann man dann besser analysieren (-> Versuch 130).

Lacke können folgendermaßen zusammengesetzt sein:

1. Nicht flüchtige Bestandteile:

2. Flüchtige Bestandteile:

Es gibt im wesentlichen folgende Lackzubereitungen:
Selbsttrocknende Lacke

werden durch die Leinöllacke repräsentiert (-> Versuch 135). Sie enthalten häufig Additive, um die Abbindung zu beschleunigen (Sikkative).

Lösemittelhaltige Lacke
enthalten gelöste Stoffe, die beim Verdampfen des Lösemittels feste Überzüge bilden.

Pulverlacke
werden elektrostatisch aufgetragen und durch Wärmebehandlung gesintert oder geschmolzen.

Umweltprobleme
Diese entstehen hauptsächlich aus den Additiven und Pigmenten (Schwermetalle!) sowie aus der Lösemittelemission.


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Letzte Überarbeitung: 01. Juni 1999, Dagmar Wiechoczek