Napalm

Napalm ist der Inbegriff für eine Brandwaffe. Es wurde 1942 von dem angesehenen Chemiker L. Fieser in den USA entwickelt. Der Name setzt sich zusammen aus Naphtha bzw. Naphthensäuren sowie Palmöl. Naphthensäuren sind Carbonsäuren mit einem alkylierten Cyclopentan- oder Cyclohexanrest.


Strukturformeln einiger Naphthensäuren

Sie sind ganz besonders im nordamerikanischen Erdöl und hier vor allem in den Destillationsrückständen (dem Erdölteer) enthalten. Deshalb gewinnt man Naphthensäuren durch Extraktion von Erdölteer mit Alkali und anschließendem Ansäuern.
Die Schwermetallsalze der Naphthensäuren (z. B. Cobaltsalze) werden als Sikkative bei der Fetthärtung geschätzt und spielen auch in der Herstellung von Linoleum eine große Rolle.
Nun war im nordamerikanischen Erdöl so viel davon enthalten, dass man zuächst nicht wußte, was man mit den großen Mengen anfangen sollte. Da kamen der Weltkrieg und Fiesers Idee gerade recht:
Die Aluminiumsalze der Naphthensäuren (vermischt mit denen von Fettsäuren aus dem Kokospalmöl) bilden eine Mischung, die anders als die Natrium- oder Kalium-Seifen in Kohlenwasserstoffen wie Benzin oder Kerosin leicht löslich sind. Dieses Gemisch ist zähflüssig, gut brennbar und entwickelt dabei auf einem Punkt extrem hohe Temperaturen.

Demonstration von Napalm in Nellis AFB (Nevada, USA)
(Foto: Blume)


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Letzte Überarbeitung: 16. April 2003, Dagmar Wiechoczek