Terpene

Experimente:
Versuch 27: Wir untersuchen Harze und Terpene
Versuch 28: Isolierung von Limonen aus Citrusfruchtschalen


Der Name Terpentin beschreibt die flüssige Fraktion, die man beim Destillieren von Baumharz gewinnt und deshalb auch ein hervorragendes Lösemittel für Harz und Lacke ist. Es besteht aus Terpenen, einer Stoffklasse von cyclischen Kohlenwasserstoffen. Typisch für sie ist der ungesättigte Charakter.


Einige Strukturformeln von Terpenen

Man erhält sie durch trockene Destillation von harzreichem Holz (-> Versuch 27) oder aus Pflanzenmaterial, das durch weißen, klebrigen Saft auffällt (Beispiele: Wolfsmilchgewächse/Euphorbien oder Löwenzahn, aber auch kautschukbildende Pflanzen wie Gummibaum/Ficus).
Du kennst einige Terpene als ätherisches Öl der Schalen von Citrusfrüchten. Wohl jeder hat diese schon einmal in die Flamme einer Kerze gesprüht und zugesehen, wie die Dämpfe unter Rußentwicklung verpuffen (-> Versuch 27). Große Mengen dieser Stoffe wie das Limonen werden aus den Schalen von Citrusfrüchten gewonnen, die bei der Gewinnung von Orangensaft, Dosenobst usw. anfallen. Hierbei bedient man sich der Wasserdampfdestillation (-> Versuch 28). Die Stoffe nutzt man nicht nur als Treibstoffe, sondern als Entfettungsmittel in der Chipindustrie, wo sie die umweltschädigenden CKW ersetzen. Auch viele Etikettenablöser enthalten diese wohlriechenden Stoffe, die auch als Lampenduftöle angeboten werden.

Terpene sind leicht entzündlich und tragen dazu bei, dass z. B. Tannenholz besser (aber auch rascher) brennt als Buchenholz. Aus Samen von Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia) werden ebenfalls Terpene gewonnen.

Man kann die flüssigen Terpene, z. B. aus Citrusschalen, direkt als Treibstoffe einsetzen. Man kann sie aber auch wie Erdöl zuvor cracken und so veredeln (Beispiel: Euphorbien oder Löwenzahn).


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Letzte Überarbeitung: 06. September 2002, Dagmar Wiechoczek