Briefmarken mit Mineraliendarstellungen

Nicht nur in der Natur faszinieren uns die Kristalle. Wenn du dir einmal aufmerksam Briefmarken anschaust, wirst du feststellen, dass auch hier Kristalle besondere Schönheiten zu bieten haben.
Ihr solltet deshalb einmal eure Bestände sichten und eine Ausstellung für die nächste Projektwoche gestalten!
Es ist auch denkbar, dass du dir eine Mineraliensammlung besonderer Art zulegst: Eine Sammlung von Mineraliendarstellungen auf Briefmarken!
Hier geben wir einmal einen kleinen Einblick in die Vielfalt dieser bunten Bildchen. Einige Marken haben wir auch schon in den anderen Webseiten zur Kristallchemie gezeigt.

Hier aber zunächst die Hauptfigur der Wissenschaft um die Kristalle: Das ist der Geologe, der die schönen Steine aufspürt.

Besonders stolz sind die USA auf ihre Mineralien; sie sprechen vom Mineral Heritage (Erbe an Mineralien).

Wir erkennen den Amethysten und den Turmalin mit seinem Dichroismus, verkieseltes Holz (also Achat) sowie Rhodochrosit (den rosafarbenen Manganspat; MnCO3).
Beim nächsten Zusammendruck sehen wir von links nach rechts: Azurit (Cu(OH)2 · 2 CuCO3), elementares Kupfer, Variscit (farbiges Aluminiumphosphat AlPO4 · 2 H2O) und Wulfenit (Bleimolybdat PbMoO4).

Auch die ehemalige DDR hat in ihren Schätzen aus dem Erzgebirge und anderswo gekramt. Hier sehen wir Erythrin (Cobaltblüte; Co3(AsO4) · 8 H2O), Fluorit, Galenit (Bleiglanz), Rauchquarz, Calcit-Skalenoeder und elementares Silber.

Auf einer zweiten Markenserie wurden Gips, Zinnwaldit (ein Lithiumglimmer; (K,Li)(Fe,Al) [(F,OH)2AlSi3O10]), Malachit, Amethyst, Halit (Steinsalz) und Proustit (Ag3AsS3) dargestellt.

England zeigt den Schneestern, obwohl es in London nur ausnahmsweise schneit:

Der englische Schneestern (fälschlich als "snowflake" bezeichnet) ist sogar mit sechs Zacken und deshalb richtig gezeichnet. Das ist bemerkenswert bei Graphikern, die nicht aus dem Fach stammen. Hier das französische Pendant:

1986 brachte die französische Post die folgenden, liebevoll gestochenen Kunstwerke heraus. Man erkennt Markasit, Quarz, Calcit und Fluorit.

Aber auch die ehemaligen Kolonien wie Kenya, Rhodesien oder Zimbabwe schmücken ihre Allerweltsmarken mit Kristallen. Man erkennt die blaue Achatmodifikation Chalcedon, Turmalin sowie den Amethyst.

Besonders reizvoll ist der Blick auf Geschliffenes. Die folgenden Marken zeigen Edelsteine:

Von links nach rechts sehen wir: Morganit, Citrin, Amethyst, Granat und Blauen Topas. (Morganit ist ein rosafarbener Beryll, Topas ein fluorhaltiges Aluminiumsilicat Al2(OH)2[SiO4].)

Gegen all diese prächtigen Marken nehmen sich die bislang einzigen bundesdeutschen Briefmarken zum Thema "Kristalle" eher sehr bescheiden aus. Das ist zunächst der Brillantschliff:

Auf der anderen Marke erkennt man mächtig idealisiert und verfremdet Kuboktaeder, Oktaeder, Tetraeder sowie abgestumpfte Tetraeder von Zinkblende und Bleiglanz. Kein Wunder, dass immer weniger Schüler deutsche Briefmarken sammeln...

Viele Länder haben auch Marken zu Fossilien herausgegeben. Achte einmal darauf.

(Briefmarken zu weiteren Themenbereichen findest du auch in den anderen Webseiten der DC2.)


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Letzte Überarbeitung: 03. Mai 2001, Dagmar Wiechoczek