Die Lanthanoide: Cer
| Cer |
Ce |
| Ordnungszahl |
58 |
| Elektronenkonfiguration |
(Xe) 4f2 6s2 |
| Atommasse |
140.12 u |
| Oxidationszahl(en) |
+3, +4 |
| Schmelzpunkt |
798 °C |
| Siedepunkt |
3427 °C |
| Dichte |
6.770 g/cm3 |
| Farbe des Ce3+-Ions |
farblos |
| Farbe des Ce4+-Ions |
orangegelb |
Das Cer ist der prominenteste Vertreter der Lanthanoide.
Als häufigstes Element seiner Gruppe hat es viele
kommerzielle Anwendungen.
Der erste industrielle Einsatz war die Verwendung von mit Ceroxid
dotiertem Thoriumoxid für die Glühstrümpfe der
damals zur Straßenbeleuchtung benutzten Gaslampen.
Das Ceroxid katalysiert die Verbrennung des Gases an der Luft,
so dass Weißglut erreicht wird, bei der die Oxide sehr
helles Licht erzeugen.
Diese nach ihrem Erfinder Carl Auer von Welsbach benannten
Auerstrümpfe wurden zuerst 1891 in Wien eingesetzt.
Da jedoch das Thorium schwach radioaktiv und somit bedenklich ist,
wurde das Auerlicht mit der Verfügbarkeit der elektrischen
Glühlampen durch diese ersetzt.
Foto: Daggi
Auerlicht als Campinglampe
Die nächste, ebenfalls durch Auer von Welsbach patentierte
Anwendung ist der Einsatz überwiegend cerhaltigen Mischmetalls im pyrophoren
Zündstein eines Feuerzeugs.
Das Ceroxid CeO2 findet als Bestandteil des
Abgaskatalysators eines Autos zur Stabilisierung einer
Trägerkeramik Verwendung.
Weitere Verwendungsbereiche des Ceroxids liegen in der Glasherstellung und Glasbearbeitung.
Cerhaltige Verbindungen dienen ferner als Leuchtstoffe in Bildschirm- und
Fluoreszenzröhren.
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Letzte Überarbeitung: 08. Juli 2002, Dagmar Wiechoczek