Kunststoffverwendung im Maschinenbau und Apparatebau

Kunststoffe finden im Maschinenbau in vielen Bereichen Verwendung. So werden sie als Zahnräder in Getrieben eingesetzt. Ihre Vorteile, zu den sonst eingesetzten Metallen, sind die geringere Dichte, die zu einer erheblichen Gewichtsreduzierung führt, die einfachere Bearbeitung, die gerade bei der Massenproduktion erheblich die Kosten senkt und vor allen Dingen ihre Laufeigenschaften.
Kunststoffzahnräder besitzen erheblich weniger Abrieb als Metallzahnräder, sie verschleißen also erheblich langfristiger. Außerdem laufen sie ruhiger, da sie die entstehenden Schallwellen dämpfen und gute Gleiteigenschaften aufweisen. Zu all diesen Eigenschaften kommt noch hinzu, dass sie sehr korrosionsbeständig sind.
Außerdem werden aus einigen Kunststoffen Lager hergestellt. Aufgrund ihrer selbstschmierenden Eigenschaften und der Möglichkeit, Schmiermittel, wie Molybdänsulfid, direkt mit in den Kunststoff zu mischen, besitzen sie, wenn die eigentliche Schmierung ausfallen sollte, hervorragende Notlaufeigenschaften.

Im Apparatebau werden Kunststoffe z. B. als säure- und lösungsmittelbeständiges Material für Tanks verwendet. Ebenso werden Heizöltanks oder Tanks für die Regenwassernutzung aus Kunststoffen gefertigt.

Die Tabelle führt noch einige Beispiele für die Kunststoffsorten auf, die für bestimmte Zwecke benutzt werden (Abkürzungen der Kunststoffe s. hier).

Anwendungsbeispiel Kunststoff
Zahnräder PA, POM, PE
Lager PA, POM, PE, PF + Textilschnitzel, PTFE + Molybdänsulfid, PC
Fundamentieren von Maschinen, Entdröhnen von Gehäusen PUR, EP
Werkzeuge EP + Metallpulver (Aluminium)
Selbsttragende Großteile:
Kühltürme, Überdachungen, Getriebeverkleidungen, Zisternen für Straßentankwagen, Großbehälter, Heizöltanks
Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK), PE
Auskleidungen für Metall-, Holz-, Beton- und GFK-Behälter PVC, PE, PP
Korrosionsschutz in Form von Folien PE, PP, PB, Fluorkunststoffe
Korrosionsschutz in Form von Lacken EP, PUR, PA

Quelle: [3]


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Letzte Überarbeitung: 21. Februar 2007, Dagmar Wiechoczek