Pyrolyse - eine Sonderform der Zersetzung

Experiment:
Versuch: Verschwelung einer Kunststoffmischung


Die Pyrolyse ist eine Zersetzungsart von Kunststoffen, die zwischen der Verbrennung und der Rückgewinnung von Rohstoffen liegt. Bei ihr werden Kunststoffgemische, wie sie in der Praxis anfallen, unter Luftabschluss so hoch erhitzt, dass sie sich zersetzen. Bei der Zersetzung entstehen aromatenreiche Öle und andere Zersetzungsprodukte, wie brennbare Gase und Ruß. Die Öle können wieder der chemischen Industrie als Roh- oder Brennstoff zugeführt werden. Die Gase und der Ruß werden verbrannt und die dabei frei werdende Energie wird dazu eingesetzt, um die Kunststoffmischung zu erhitzen und damit zu zersetzen.
Ein großer Vorteil der Pyrolyse ist, dass keine weitere Energie für die Zersetzung benötigt wird. Wenn der Prozess einmal in Gang gebracht ist, erzeugt er die Zersetzungsenergie für das Kunststoffgemisch selbständig und zusätzlich zu der Energie können auch noch Rohstoffe gewonnen werden.

Die Ausbeute an hochwertigen Ölen lässt sich noch dadurch steigern, dass man zu den sich zersetzenden Kunststoffen Wasserstoffgas gibt. Außerdem werden die z. T. in den Kunststoffabfällen enthaltenen Metalle (z. B. aluminiumbeschichtete Folien bei der Getränkeverpackung) nicht oxidiert und können anschließend einer Wiederverwertung zugeführt werden.


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Letzte Überarbeitung: 23. Februar 2007, Dagmar Wiechoczek