Waffen aus Ketonen?

Aceton in Brandwaffen
Aceton selbst ist ein gefährlicher Stoff, denn es hat mit 56 °C einen niedrigen Siedepunkt
und deshalb einen entsprechend hohen Dampfdruck. Es ist so brennbar und entzündlich wie Leichtbenzin
oder Diethylether. Das reichte allein schon aus, um als Brandwaffe zu dienen. Aber es gibt noch
weitere Möglichkeiten, um Ärger zu bereiten.
Aceton löst hervorragend Polystyrol auf. Die Lösung packen manche in Flaschen und benutzen diese
als Molotow-Cocktails (liebevoll "Mollies" genannt).
Bromiertes Aceton
Bromaceton ist eine Flüssigkeit, deren Dampf zu Tränen reizt.
Br-CH2-CO-CH3
Deshalb setzt man es als Tränengas ein. Früher war es gang und gäbe, dass man im organisch-chemischen
Praktikum so nebenher etwas davon herstellte. Gerade in den 68er Jahren des 20. Jahrhunderts war es beliebt,
damit Senatssitzungen zu sprengen...
Heute verwendet man in der chemischen Keule (CN-Gas) bromiertes oder chloriertes Acetophenon.
Cl-CH2-CO-C6H5
Triaceton-peroxid (TACP)
Diese Substanz wird auch Tricycloaceton-triperoxid (TATP) genannt. Es handelt sich um einen
Hochbrisanz-Sprengstoff, den vor allem Rucksack-Terroristen benutzen.

Hergestellt wird es durch Reaktion zwischen Aceton und Wasserstoffperoxid.
Zur Chemie mit Wasserstoffperoxid haben wir eine große
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