3.6 Die sechste Unterrichtsstunde: Das wachsende Ei
Überblick
Die Kinder sollen lernen, wie die Schalenhaut aufgebaut ist und warum das Wasser
im Versuch "Das wachsende Ei" in das Ei gelangen konnte. Außerdem sollen sie sich
das Ende der "Ei-Geschichte" ausdenken und spannend erzählen.
Lernziele
Die Kinder sollen
Inhaltlicher Aufbau
Die Kinder konnten endlich das Ergebnis des mehrere Tage dauernden Versuchs beobachten.
Deshalb wurde dies und die Erklärung zum Schwerpunkt dieser Unterrichtsstunde.
Motivation
Die Kinder haben schon nachgefragt, wann sie denn endlich das in Wasser eingelegte
Ei sehen dürften. Der große Aufwand und das Warten auf ein Ergebnis haben die Kinder
neugierig gemacht. Als es dann endlich soweit war, wurden die Erwartungen nicht
enttäuscht und es konnte ein großartiges Resultat beobachtet werden.
Unterrichtsform
Um die eingelegten Eier zu betrachten, setzten sich alle Kinder wieder in ihren
Gruppen an die Tische. Um ein weiteres Umsetzten zu vermeiden, blieben die Kinder
auch während der Erklärung und dem Rest der Stunde an ihrem Platz.
Lückenfüller
Da keine freie Arbeit stattfindet, sind alle Kinder gleichzeitig beschäftigt.
Durch eine Verlängerung der letzten Phase, dass einfach noch ein Kind das
Ende der Ei-Geschichte erzählen darf, ist ein Lückenfüller nicht nötig.
Medieneinsatz
Arbeitsblatt "Beobachtung & Erklärung zu "Das wachsende Ei", Arbeitsblätter
"Ei-Geschichte Teil 3 und Teil 4".
Verlaufsplan
Zeit | Erwartetes Schülerverhalten | Geplantes Lehrerverhalten | Didaktischer Kommentar |
10 Minuten | Betrachten des eingelegten Eies, Veränderungen berichten und versuchen zu erklären | Sammeln der Äußerungen und Vermutungen | |
10 Minuten | Arbeitsblatt "Beobachtung & Erklärung zu "Noch ein schwimmendes Ei" ausfüllen | Versuch "Noch ein schwimmendes Ei" erklären | Die Kinder lernen, dass die Schalenhaut wasserdurchlässig ist, Eiklar aber nicht hindurch gelangen kann |
5 Minuten | Aufräumen | Arbeitsblatt "Ei-Geschichte Teil 3" austeilen | |
10 Minuten | Arbeitsblatt "Ei-Geschichte Teil 3" erarbeiten und vorlesen | Betreuen der Klasse | |
10 Minuten | Die gesamte Ei-Geschichte erzählen und ein mögliches Ende erfinden | Ideen sammeln, Arbeitsblatt "Ei-Geschichte Teil 4" austeilen und als Hausaufgabe stellen | Die Fantasie der Kinder wird angeregt, sie müssen ihre Gedanken verständlich und spannend formulieren |
Tatsächlicher Stundenverlauf
Die Vermutungen der Kinder, dass das Ei größer werden würde, konnte man an den Eiern
sehr gut erkennen. Die Erwartungen der Kinder wurden nicht enttäuscht. Das Ei durfte
vorsichtig aus dem Glas genommen werden. Zum Vergleich wurde ein chemisch entschaltes
Ei, das nicht in Wasser gelegen hat, mitgebracht. Der Unterschied war beachtlich. Die
meisten Kinder lagen mit ihrer Vermutung, dass Wasser in das Ei gekommen war, richtig.
Dazu musste nun erklärt werden, dass die Schalenhaut also wasserdurchlässig ist, aber
das flüssige Eiklar und der Dotter nicht hindurch gelangen können.
Zuallererst musste den Kindern klar werden, dass Wasser, Eiklar und Dotter aus vielen winzig kleinen Teilchen besteht. Beim Wasser, das ja viel flüssiger ist als Eiklar und Dotter, sind die Teilchen noch viel kleiner, also passen nur sie durch die kleinen Öffnungen der Schalenhaut. Der osmotische Druck, dass die konzentrierte Lösung im Innern des Eies neutral werden will, wurde aufgrund des hohen Anspruchs an die Kinder nicht erklärt. Durch die Grafik auf dem Arbeitsblatt "Beobachtung & Erklärung zu "Das wachsende Ei" und der Erklärung wurde dieser Sachverhalt den Kindern aber dennoch schnell klar.
Nun wurde das Arbeitsblatt "Ei-Geschichte Teil 3" ausgeteilt. Die Kinder sollten nun wieder ei- oder Ei- einsetzen und anschließend die gesamte Ei-Geschichte mit ihren eigenen Worten erzählen. Da das Ende offen geblieben ist, sollten sich die Kinder nun Gedanken darüber machen, was mit dem Ei geschieht. Dies sollte spannend und interessant für die Zuhörer erzählt werden. Das Ende der Geschichte wurde dann auf dem Arbeitsblatt "Ei-Geschichte Teil 4" als Hausaufgabe erteilt.