4.4 Experimente zur oberflächenwirksamen Kraft der Tenside
4.4.1 Seifenteilchen sind ganz schön kräftig
Materialien
Kleine Schalen, eine Kanne mit Wasser, ein Teesieb, ein Teelöffel, Schwefelpulver,
Tropfpipette, Spülmittel.
Durchführung
Die Schale wird mit Wasser gefüllt. Mit dem Teesieb wird der Schwefel gleichmäßig auf
die Wasseroberfläche gestreut. Dann wird ein Tropfen Spülmittel in die Mitte der Schale getropft.
Beobachtung
Das Schwefelpulver wird ruckartig zur Seite gedrängt.
4.4.2 Das Seifenschiffchen
Materialien
Ein Dreieck aus Pappe, ein flacher Suppenteller, Wasser, eine Tropfpipette, Spülmittel.
Durchführung
Das Papp-Dreieck wird auf die Wasseroberfläche gelegt und zwar so, dass es relativ nah am
Tellerrand schwimmt. Nun wird ein Tropfen Spüli hinter das Dreieck ins Wasser gegeben. Es kann
auch ein Stück Seife hinter das "Boot" ins Wasser getaucht werden.
Beobachtung
Das Dreieck (Boot) schießt regelrecht nach vorne zum gegenüberliegenden Tellerrand.
4.4.3 Sachinformation
Tenside besetzen im Wasser sofort die Oberfläche. Die Besetzung der Oberfläche hängt mit dem Aufbau der Seifenteilchen zusammen. Da sie aus einem hydrophilen (Wasser liebenden) und aus einem hydrophoben (Wasser abweisenden) Teil bestehen, bevorzugen sie die Wasseroberfläche. Hier können sie ihre hydrophoben Enden der Luft und ihre hydrophilen Enden dem Wasser zuwenden. Ist die Wasseroberfläche mit einem anderen Stoff besetzt, so wird dieser durch die Tenside verdrängt.