Prof. Blumes Tipp des Monats Oktober 1998 (Tipp-Nr. 16)
Beim Experimentieren den Allgemeinen Warnhinweis
unbedingt beachten.
Woraus bestehen eigentlich unsere Markstücke?
Unsere Markstücke (sowie die 50-Pfg-Münzen, Zweimark- und Fünfmarkstücke)
bestehen aus einer Cu/Ni-Legierung (75:25 Massenteile). Das könnt ihr sehr schön im
Chemieunterricht zeigen. Allerdings gibt es dabei einen Trick, ohne den es nicht so
einfach geht. Denn bekanntlich bestehen zwischen Kupfer- und Nickelverbindungen gewisse
Ähnlichkeiten. (Daher bekam Nickel seinen Namen: "Das Nichtsnutzige, was das edlere Kupfer
vortäuscht".)
Zunächst überführen wir die Münzmetalle in lösliche Salze;
das machen wir mit halbkonzentrierter Salpetersäure.
(Foto: Daggi) |
Üblicherweise wird Kupfer mit Ammoniak nachgewiesen; hierbei bildet sich der tiefblaue
Kupfer-tetrammin-Komplex. Diese Reaktion ist hier nicht anwendbar, da Nickel-Ionen
ebenfalls einen blauen Komplex bilden.
Statt dessen nutzen wir den für die Schüler bekannten Nachweis mit Fehling-Reagenz
auf reduzierende Zucker aus, indem wir die auf Kupfer-Ionen zu untersuchende Lösung
als Fehling-Lösung I einsetzen.
Nickel weisen wir mit Dimethylglyoxim nach.
Die im folgenden beschriebenen Nachweisreaktionen sollten vor der Münzanalyse anhand von Chemikalien aus der Chemikaliensammlung gezeigt werden. Wendet sie jeweils auf beide zu erwartende Ionenarten an, um die Spezifität der Nachweisreaktionen zu zeigen.
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Versuchsdurchführung
Sicherheitshinweise:
1. Zersetzen der Münzen (Abzug!)
Zur Analyse werden die Proben mit Wasser zusätzlich 1:10 verdünnt (Analyselösung; (Xi, T)).
2. Nachweis von Kupfer-Ionen
Es bildet sich rasch zunächst gelbes, dann rotes Kupfer(I)-oxid-hydroxid. Setzt
du statt der Glucose Ascorbinsäure (Xi) ein, beobachtest du die Bildung des
Kupfer(I)-oxid-hydroxids schon in der Kälte.
3. Nachweis von Nickel-Ionen
Entsorgung:
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| Von links nach rechts:
Analyselösung, Analyselösung mit Ammoniak, nach Zusatz von Fehling-Reagenz II, nach Zusatz von Dimethylglyoxim (Foto: Daggi) |
Überlege, wie du unsere Pfennigstücke untersuchen kannst.
Rüdiger Blume