Untersuchung von Kfz-Abgasen (und von Zigarettenrauch)
Experimente:
Versuch 136: Abgase und Zigarettenrauch bilden mit Wasser Säuren
Versuch 137: Nachweis von NOx in Auspuffgasen
Versuch 150: NOx-Nachweispapier
Versuch 138: Nachweis von Kohlenstoffmonooxid im Zigarettenrauch
Versuch 139: Nachweis von CO2 und CO in Auspuffgasen
Versuch 140: Nachweis von aromatischen Verbindungen im
Zigarettenrauch
Beim Betrieb von Kraftfahrzeugen werden schädliche
Abgase erzeugt, die Stickoxide,
Kohlenstoffmonooxid und aromatische
Kohlenwasserstoffe enthalten.
Das gleiche gilt übrigens auch für Zigarettenrauch.
Bislang ist in den Abgasen vor allem von Diesel-Kraftfahrzeugen auch Schwefeldioxid enthalten. Da in nächster Zeit die Schwefelkonzentration in den Treibstoffen stark gesenkt werden muss, wird auch die Emission von SO2 sinken.
Aufgrund der Nichtmetalloxide (Ausnahme: CO) reagiert Wasser, durch das man Abgase saugt, sauer (-> Versuch 136).
Stickoxide sind an der stratosphärischen Zerstörung von Ozon beteiligt. Kohlenstoffmonooxid fördert zusammen mit den Stickoxiden die bodennahe Ozonbildung. Aromatische Kohlenwasserstoffe (und hier vor allem die polykondensierten Aromaten, PAK) sind als krebserregende Stoffe eingestuft worden.
Die Konzentration von Stickoxiden in den Kfz-Abgasen hängt vom Motorentyp, dem Zustand der Zündanlage sowie von der Ausstattung mit einem Katalysator ab (-> Versuch 137 und Versuch 150). Gleiches gilt auch für Kohlenstoffmonooxid (-> Versuch 139). Dieselmotoren enthalten mehr Stickoxide als Ottomotoren; für Kohlenstoffmonooxid gilt das Umgekehrte.
Ein Katalysator entfernt die Schadstoffe nicht, sondern reduziert ihre Konzentration auf den Gleichgewichtswert von etwa 5-10 %.
Diese gesundheitsschädlichen Stoffe entstehen auch durch den Fahrer, wenn er beim Fahren Tabak raucht. Das gilt auch für die Stickoxide! (Diese lassen sich allerdings nicht so einfach nachweisen; -> Versuch 137.) Da sie im engen, oft wenig gelüfteten Fahrgastraum freigesetzt werden, ist ihre Konzentration entsprechend hoch und sie schädigen die Gesundheit ganz besonders. Das gilt vor allem für mitfahrende Kinder.
Die leicht betäubende Wirkung von Zigarettenrauch rührt vom Kohlenstoffmonooxid her. Da
das Glimmen der Zigarette mit einer unvollständigen Verbrennung verbunden ist, ist
der CO-Gehalt recht hoch (-> Versuch 138).
Zigarettenrauch enthält eine Reihe von aromatischen Verbindungen, die man mit der
bekannten Aromatenprobe nachweisen kann (-> Versuch 140).
In den Auspuffgasen gelingt der Nachweis auf Aromaten mit schulischen Mitteln nicht.
Übrigens gibt es seit 1998 Bestrebungen, einen MAK-Wert
für das Passivrauchen festzulegen.
Zur Vertiefung siehe auch die Webseiten Abgasreinigung und Zusammensetzung der Kfz-Abgase.
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